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Experimentelle Orthopädie

Die Experimentelle Orthopädie befasst sich mit der Entwicklung und Erprobung neuer Behandlungsmethoden und Therapien für Erkrankungen und Verletzungen des Muskuloskelettalen Systems (Bewegungsapparates). 

Jahrzehntelange Tradition

Diese Forschungsarbeit hat am Deutschen Zentrum für Orthopädie (DZO) eine jahrzehntelange Tradition. Mit der Schaffung einer weiteren W2-Professur im Jahr 2023 wurde diese Forschungsarbeit weiter ausgebaut. Wichtig ist dies für die Verbesserung der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von orthopädischen Patientinnen und Patienten und vor allem für die Entwicklung immer besserer und sicherer Endoprothesen und anderer Implantate.


Ziel der Forschung: Mehr Mobilität, mehr Lebensqualität

Die Lebensqualität und Mobilität von Patienten durch die Weiterentwicklung von Endoprothesen – vorwiegend für Hüfte, Knie und Schulter – zu verbessern, das ist das Ziel der Forschungsarbeit am DZO. Aktuelle Daten zeigen zwar, dass etwa 80 Prozent der Patientinnen und Patienten mit ihren Endoprothesen zufrieden sind. Das lässt jedoch gleichzeitig Raum für Verbesserungen bei den restlichen 20 Prozent. Ein Forschungsschwerpunkt sind dabei die präoperativen Analysen, die als innovative Instrumente zur Optimierung von Prothesendesigns und chirurgischen Verfahren dienen.

Zukünftige Forschung im Bereich Bewegungsanalyse, Biomechanik und Biologie

Verfahren wie die Bewegungs- und Ganganalyse könnten dabei helfen, chirurgische Eingriffe an Knie und Hüfte optimal vorzubereiten. Das für den Patienten geeignetste Prothesendesign könnte dadurch besser bestimmt und so die Passgenauigkeit und Funktionssicherheit optimiert werden. Wichtig ist das für die postoperative Beschwerdefreiheit und verbesserte Mobilität der Patienten. Für die Entwicklung besserer Endoprothesen ist aber nicht nur die Bewegungsanalyse von Bedeutung. Zur Forschungsabteilung an den DZO gehören auch die Arbeitsbereiche der klassischen Biomechanik und der Biologie.

Grundlagenforschung und klinisch orientierte Studien

Die Forschungsprojekte am DZO umfassen sowohl Grundlagenforschung als auch klinisch orientierte Studien, die auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten zugeschnitten sind. Die Verbesserung der kinematischen Darstellung, wie zum Beispiel das Gangbild, mittels optischer Systeme tragen dazu bei, zukünftig die Genauigkeit der präoperativen Planung zu steigern. Diese grundlegenden Forschungsansätze sind wichtig, um funktionell überlegene Prothesen und Operationsmethoden zu entwickeln.

Vorteil für Patienten: Forschung, Klinik und Reha an einem Ort

Der große Vorteil für Patientinnen und Patienten am DZO: Klinische Praxis, Rehabilitation und orthopädische Forschung befinden sich hier an einem Ort. Durch diese unmittelbare Nähe können Mediziner im Vorfeld von Operationen schnell und unkompliziert auf die Expertise und Einrichtungen der Forschungsabteilung zurückgreifen. Für die Patienten sind es von der Untersuchung in der Klinik zur Fußdruck-Analyse in der Forschungsabteilung im wahrsten Sinne des Wortes nur wenige Schritte, während andernorts die Patienten zum Teil weite Wege in Kauf nehmen müssen.

Die Nähe zum Patienten und die Möglichkeit des unmittelbaren Austauschs mit Operateuren und Medizinern ist aber auch für die Forschenden von Vorteil. Sie bekommen direkte Einblicke in alltägliche operative Verfahren. Die Anwesenheit im Operationssaal hilft dabei, Lösungen für noch bessere Endoprothesen zu finden. Dank der neuen Orthopädischen Rehaklinik, die ebenfalls Teil des DZO ist, bekommen die Forscher auch Einblicke in die postoperative Genesung.